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Eine Reihe ihrer großen Ziegeltore, Stelen und Wände haben Platz gefunden im öffentlichen Raum. So wird eine Arbeit von ihr in Kürze einen Platz im Martinsviertel finden, an der neu gestalteten Rad- und Fußwegverbindung Ruthsstraße/Pankratiusstraße.
Im Künstlerhaus Ziegelhütte wird ein Querschnitt durch ihr Schaffen zu sehen sein, darunter eine Reihe von neuen Arbeiten.
Die Journalistin Anja Trieschmann hat über die Tore und die Arbeitsweise von Sigrid Siegele geschrieben: „Die Tore sind zusammengesetzt aus verformtem Ziegel, aus der Norm getrieben, ver-trieben. Dabei kommt es zu Verrenkungen, wie im Leben auch. Der Mörtel zwischen den verformten Steinen macht, dass die Tore stabil wirken, monumental, von ewiger Dauer. Doch der Ziegel trägt das Erdhafte materialbedingt schon in sich. Der Moment des Vergänglichen ist immer schon mitgedacht von der Künstlerin….
Die kaum wahrnehmbaren Abweichungen und Verformungen, die Widersprüchlichkeit zwischen Norm und Form, sind nicht Zeichen des Trennenden, sondern des Verbindenden: Siegeles Anliegen ist Kommunikation, ist das Aufzeigen von Möglichkeiten, miteinander in Kontakt zu treten, ist Offenheit und Transparenz, die den oft brutalen Einwirkungen des Lebens trotzt. Kunst ist für sie der Moment, in dem sich Intellekt und Sinnlichkeit, Konzept und Zufall, handwerkliches Können und materialbedingte Unberechenbarkeit begegnen und zu einer Einheit mitten im Widerspruch werden.“
Die Ausstellung in Galerie und Garten des Künstlerhauses Ziegelhütte in der Kranichsteiner Straße 110 in Darmstadt wird am Sonntag, 13. Juli 2008, um 11.30 Uhr eröffnet. Sie dauert bis zum 02.08.2008 und ist Do/Fr/Sa von 15-18 Uhr geöffnet oder nach Vereinbarung (Tel. 06151-715031 oder 9676710 oder mobil 0171-7462240 – Fax 06151-9676711 eMail kuenstlerhaus-ziegelhuette.de.
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